Umgestellt - 04.12.2017
Ein Teil der berühmten roten Londoner Omnibusse wird seit mehreren Wochen mit Biodiesel betrieben, der aus Kaffeesatz hergestellt wird.

Eine Umrüstung der bekannten Doppeldeckerbusse zur Nutzung von B20 ist nicht erforderlich. Foto: Shell

Das britische Technologieunternehmen bio-bean hat mit Unterstützung des Shell-Konzerns einen Kraftstoff namens B20 entwickelt, von dem ein Teil aus Kaffeesatz gewonnen wird, melden die „OÖNachrichten“ online. Für die Herstellung sammelt bio-bean große Mengen an Kaffeesatz von großen Kaffee-Ketten in der britischen Hauptstadt ein, heißt es weiter.

B20 enthält eine 20-prozentige Bio-Komponente – daher der Name. Diese Komponente wiederum besteht teilweise aus Kaffeeöl, das aus dem eingesammelten Kafeesatz gewonnen wird. „Der Kaffeesatz wird getrocknet und daraus das Kaffeeöl extrahiert. Auf diese Weise wurden bislang 6.000 Liter Kaffeeöl gewonnen“, informiert Shell in einer Aussendung. Werde diese Menge als Teil der Biokomponente mit herkömmlichen Diesel zu einem B20 Biodiesel gemischt, könnte damit ein Bus ein ganzes Jahr lang fahren.

Der durchschnittliche Londoner trinke pro Tag 2,3 Tassen Kaffee, wodurch im Jahr über 200.000 Tonnen Kaffeesatz produziert werden, heißt es weiter. Ein Großteil davon lande auf Mülldeponien und verursache CO2-Emissionen von 126 Million kg: „Stellen Sie sich das Potenzial eines Landes wie Deutschland vor, in dem mehr als 61 Milliarden Tassen Kaffee pro Jahr getrunken werden. Wenn wir unseren Umgang mit Reststoffen ändern, können wir in Zukunft nachhaltigere Städte schaffen“, so Arthur Kay, Gründer von bio-bean.

Webseite bio-bean

Shell

Bericht OÖNachrichten

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