Ökobilanz - 20.03.2017
Eine niederländische Untersuchung zeigt, dass im Bereich der Photovoltaik die positiven Effekte der Energienutzung die negativen Aspekte der Modulproduktion überwiegen.

Nachhaltigkeitsaspekte von Produktion und Ertrag von Solarmodulen in den vergangenen 40 Jahren werden in der Studie untersucht. Foto: pixabay.com

PV-Module sparen weit mehr Treibhausgase ein, als sie während der Produktion verursachen und verbrauchen immer weniger Energie und Rohstoffe, resümieren Atse Louwen und Wilfried van Sark von der Universität Utrecht in ihrer Studie, die mit Kollegen von der Uni Groningen und der TU Eindhoven erstellt und in der in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde. Es zeigte sich, dass „Photovoltaik aktuell die billigste und sauberste Alternative zur fossilen Stromerzeugung ist“, wird van Sark in einem Online-Bericht von „SolarServer“ zitiert.

Seit Einführung der Technologie in den siebziger Jahren seien die Kosten von rund 75 Euro auf unter einen Euro pro Watt installierter Leistung gesunken, heißt es weiter. Zurückgeführt werde dies einerseits auf die Skaleneffekte, die in der Industrie erreicht wurden, andererseits aber auch auf Innovationen in Technologie und Produktion: Der Energie- und Materialverbrauch pro Modul sei geschrumpft, während der Energieertrag pro Modul gestiegen sei.

Auch bei den Treibhausgas-Emissionen schneide die Modulproduktion gut ab, schreibt „SolarServer“ und zitiert Louwen: „Die CO2-Emissionen bei der Modulproduktion werden durch die Solarstrom-Produktion dieser Module mehr als ausgeglichen.“ Weltweit erzeugten PV-Module jährlich mit mehr als 370 Terawattstunden Solarstrom 1,5 % des globalen Stroms – das entspreche einer Treibhausgas-Reduktion von rund 170 Megatonnen. Das Wachstumspotential sei groß, durch weitere Innovationen „werde der Netto-Nutzen für die Umwelt immer größer.“

Bericht „SolarServer“

Bericht „pv magazine“

Artikel „ Nature Communications“ 

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