Gesunken - 27.06.2017
Der Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte der Österreichischen Energieagentur erreicht im Mai 97,4 Index-Punkte und befindet sich damit auf dem niedrigsten Stand seit November 2016.

Die sinkenden Preise bei den Mineralölprodukten sind ausschlaggebend für das Sechs-Montas-Tief. Foto: Österreichische Energieagentur, Quelle: Statistik Austria

Gegenüber April habe der EPI um 0,8 % nachgegeben und sei in einem Sechs-Monats-Tief, informiert die Österreichische Energie-Agentur in einer Aussendung. Vor allem die Preise für Heizöl und Treibstoffe seien im Mai stärker als in den Vormonaten gesunken: „Ausschlaggebend für die aktuelle Entwicklung im EPI sind die sinkenden Preise bei den Mineralölprodukten“, so Analyse Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Dabei spiele die verhältnismäßig hohe Gewichtung der Treibstoffe im EPI eine Rolle. „Superbenzin und Diesel machen 42 % des gesamten EPI aus, daher haben Preisveränderungen bei Treibstoffen hohe Auswirkungen auf den Index. Das bedeutet grundsätzlich: Sinken die Kosten für Treibstoffe, sinkt auch der EPI“, so Adrian Zelalic, Preisanalyst der Energieagentur.

Die Treibstoffpreise seien im Mai um 1,3 % zurückgegangen und waren damit so günstig wie zuletzt im Dezember 2016. Dabei sank der Preis für Diesel mit 1,7 % stärker als jener von Superbenzin mit 0,7 %,: „Im Mai musste man daher für eine Tankfüllung von 50 Litern Diesel und Superbenzin nur mehr € 2,70 (für Diesel) bzw. € 1,90 (für Superbenzin) mehr als vor einem Jahr zahlen. Im April waren die Kosten noch um € 6,20 (für Diesel) bzw. € 4,50 (für Superbenzin) höher als im Jahr 2016.“ Damit hätten sich die absoluten Mehrkosten im Jahresvergleich verringert.

Von allen im EPI abgebildeten Energieträgern sank jener von Heizöl zum vierten Mal in Folge, mit 4,1 % im Vergleich zum Vormonat, am meisten - der stärkste Rückgang seit Jänner 2016. Die Fernwärme-, Strom-und Gaspreise blieben im Mai unverändert, heißt es weiter. Feste Brennstoffe wurden im Monatsvergleich um 0,7 % teurer, ausschlaggebend dafür waren Preisänderungen bei Holzpellets mit einem Plus von 3,2 %, Brennholz mit einem Plus von 1,3 % und Holzbriketts mit einem Plus von 0,7 %.

Österreichische Energieagentur

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