ausgezeichnet - 01.12.2017
Mit dem Staatspreis Mobilität 2017 zeichnete das BMVIT zum neunten Mal innovative Verkehrsprojekte aus. Die Siegestrophäen gingen heuer ins Mühlviertel, nach Wien und gleich zwei Mal nach Graz.

Festlicher Rahmen für zukunftsfähige Mobilität: Die Preisverleihung im Museum für angewandte Kunst. Foto: bmvit/zinner

Der Staatspreis Mobilität ist die höchste Auszeichnung, die das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie in diesem Bereich zu vergeben hat. "Mein Ziel ist es, den Verkehr umweltfreundlicher, bequemer und sicherer zu machen", sagte Verkehrsminister Jörg Leichtfried bei der Preisverleihung. Am 27. November wurden die Siegerprojekte im Rahmen einer Gala im MAK (Museum für angewandte Kunst) in Wien vor den Vorhang geholt. In vier Kategorien hatten sich 78 Projekte um den Staatspreis bemüht, unter denen die elfköpfige Fachjury die besten aussuchte.

Kategorie "Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen."
Staatspreisträger ist das Projekt H2-Mobility, eingereicht von der Technischen Universität Graz. Ausgezeichnet wurde ein Proof of Concept (Durchführbarkeit beziehungsweise Machbarkeit bewiesen) zur bedarfsorientierten Herstellung von Hochdruckwasserstoff aus lokal verfügbaren, erneuerbaren Rohstoffen für Mobilitätsanwendungen.

Kategorie "Wertschöpfung steigern. Märkte erschließen."
Augezeichnet wurd der Kreisel Akku des Mühlviertler Unternehmens Kreisel Electric. Mit der Kreisel-Technologie kann Reichweite und Lebensdauer der Batterien erhöht werden. Dies geschieht durch die Temperierung der Batteriezellen mittels einer zirkulierenden, nicht brennbaren, umweltfreundlichen Flüssigkeit unter Verwendung eines innovativen Laser- und Schweißverfahrens. Die Technologie bietet Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Elektromobilität - vom Roller bis zum Flugzeug, aber auch in der stationären Speicherung und bei Ladeinfrastrukturen.

Kategorie "Betreiben. Nutzen. Lernen."
tim täglich. intelligent. mobil. heißt das siegreiche Projekt in dieser Kategorie, eingereicht von der Holding Graz. Die Web-Plattform tim der steirischen Landeshauptstadt verbindet den öffentlichen Verkehr mit Zu-Fuß-Gehen, Radfahren, E-Carsharing, Leihwagenangeboten, E-Taxidienstleistungen und öffentlichen Ladestationen. tim hat viele Standorte in Graz. Alle angebotenen Mobilitätsservices können über die sogenannte tim-Karte an allen Standorten in Anspruch genommen werden. tim ist auf andere Städte und Regionen übertragbar.

Kategorie "Zukunftspotenzial entfalten."
Der erstmals ausgeschriebene Zukunftspreis geht an die vom AIT (Austrian Institute of Technology) eingereichte Dissertation "SI-Anode für Elektrokraftfahrzeuge". Junior Scientist Arlavinda Rezqita befasst sich mit der Verwendung von Silizium als Anodenmaterial für Hochleistungsbatterien, wie sie besonders für E-Fahrzeuge benötigt werden. In der vorgelegten Arbeit konnten wesentliche Verbesserungen in Bezug auf Stabilität und Energiedichte der Batterien erreicht werden.

Von Österreich nach Europa
Die Siegerinnen und Sieger bekamen neben dem Preis auch die Aufgabe, die heimische Mobilitätsszene vor einem internationalen Publikum zu vertreten. Alle vier Projekte werden im Rahmen der Transport Research Arena (TRA), Europas größter Verkehrsforschungskonferenz, im kommenden April präsentiert werden. Jörg Leichtfried ist davon überzeugt, dass die Siegerprojekte auch dort erfolgreich sein werden: "Unsere heimischen Unternehmen haben mit ihrem Einfallsreichtum und ihrem Know-how weltweit die Nase vorn und schaffen gleichzeitig gut bezahlte Arbeitsplätze in Österreich", so der Verkehrsminister.

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