Ladeinfrastruktur - 14.08.2017
Auf einer 550 Kilometer langen Strecke sind E-Autolenker jetzt gratis mit Solarstrom aus 33 Ladesäulen unterwegs.

Initiiert von Roland Haslauer finden E-Mobilisten alle 20 bis 25 Kilometer eine Ladestation, die mit Strom aus Photovoltaik gespeist wird. Foto: GFB Green Business Solutions GMBH

Solarroute heißt die Strecke, die Salzburg „an die Spitze der weltweiten freien Solarmobilität“ führen soll. Seit 2012 wird an einer 550 Kilometer langen Route durch das Bundesland Salzburg mit Ladepunkten im 20 bis 25 Kilometer-Abstand gearbeitet. Nun ist das Projekt gelungen.

Initiator der Solarroute ist Roland Haslauer, Chef der Unternehmensberatungsfirma GFB & Partner in Zell am See. Als Partner fungieren 27 Unternehmen und Gemeinden, unter anderem auch die Stiegl-Brauerei, die ab Ende November zudem ihren ersten E-Lkw für Kundenbelieferungen in Betrieb nehmen wird.

Alle Ladestationen auf der Solarroute werden mit Strom aus Photovoltaik gespeist. Durch die günstige Eigenproduktion ist das Laden gratis und die Wertschöpfung bleibe laut Haslauer im Land. Die Ladesäulen wurden zudem gemeinsam mit einer Pinzgauer Designfirma entwickelt und bestehen zu 100 Prozent aus Komponenten aus Österreich.

Auf den 550 Kilometern im Bundesland werden bis jetzt 33 Ladesäulen – die sol:spots – zur Verfügung gestellt. Die Vorteile für die Beteiligten sieht Haslauer vor allem in drei Punkten: Erstens die erhöhte Aufenthaltsdauer und Frequenz der Kunden, zweitens die Verbesserung des Images des Unternehmens, und drittens die Stromproduktion am Dach, die auch die eigenen Stromkosten senken könnte.

Ziel von Haslauer ist es, die Solarroute noch weiter auszubauen. Tirol, Osttirol, Oberösterreich und Bayern wären demnach die nächsten Schritte.

2017 08 Solarroute ladesaeule karte
Das Ladesäulennetz erstreckt sich über das gesamte Land Salzburg. Foto: GFB Green Business Solutions GMBH


Freie Solarroute

Bericht Salzburger Nachrichten

Bericht Stiegl-Brauerei

Kommentare  

#1 HEINRICH MALZER 2017-08-25 12:06
Die Ladesäulen wurden zudem gemeinsam mit einer Pinzgauer Designfirma entwickelt und bestehen zu 100 Prozent aus Komponenten aus Österreich.

Das ist eine entweder auf Unwissenheit oder Fake News basierende Aussage, da alle Ladesäulen Leistungshalble iter, Kondensatoren etc enthalten, und nicht alle in Österreich erzeugt werden, kann das nicht stimmen, es ist sicher richtig "zu einem Großteil"

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