Aufrüsten - 10.08.2017
Ein Start-Up aus Hamburg hat einen modularen E-Antrieb entwickelt, der sich unter so gut wie jedes Skateboard schrauben lässt.

Das gesamte Antriebssystem ist laut Hersteller wasser- und staubdicht und wiegt etwa 3,5 kg. Foto: Mellow Boards

„Mellow Drive“ nennt sich der kompakte elektrische Antrieb, der durch einfaches Auswechseln der Hinterachse einsatzbereit ist und „das Gefühl des endlosen Dahingleitens vom Surfen und Snowboarden auf die Straße“ bringen soll, wie es auf der Webseite des Unternehmens heißt. „Anfangs war es nur die Suche nach dem Endless Ride“, wird Firmengründer Johannes Schewe dort zitiert.

Zwei eigens entwickelte, in den Rollen befindliche Motoren sorgen beim Mellow Drive für Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h bei einer Reichweite von bis zu 15 km. Der Akku ist austauschbar, am USB-Anschluss können auch elektrische Geräte geladen werden. Das regenerative Bremssystem speise zudem Energie zurück in die Batterie, informiert das Unternehmen. Der geringe Rollwiderstand des Motors ermögliche jederzeit auch klassisches Skateboarding ohne elektrische Unterstützung.

Der Antrieb wird per Handfernbedienung gesteuert, die haptisches, akustisches und optisches Feedback liefert und vier verschiedene Fahrmodi ermöglicht. Eine mobile App unterstützt zusätzlich etwa mit Errechnung der möglichen Reichweite auf Basis der Batteriekapazität.

Nach über drei Jahren habe sich der Skateboard-Elektroantrieb von einer verrückten Idee zu einer „neuen Vision für unsere Fortbewegung in Städten“ entwickelt. Wer sein Skateboard zum E-Fahrzeug aufrüsten möchte, muss allerdings recht tief in die Tasche greifen: Laut Angaben von welt.de kommt der reine Antrieb mit Batterie und Fernbedienung 1.699 Euro. In Österreich und Deutschland gibt es momentan allerdings noch keinen rechtlichen Rahmen für den Betrieb von E-Skateboards.

Video zu Mellow Boards

Website Mellow Boards

Bericht „welt.de“

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