Analyse - 04.07.2017
Die rasant fallenden Batteriekosten kommen bisher nicht bei den Kunden an, ergibt der „Fakten-Check Mobilität 3.0“ des deutschen Unternehmens Horváth & Partners.

Seit 2010 analysiert Horváth & Partners jährlich die Entwicklung wesentlicher Treibergrößen der Mobilität in Deutschland. Foto: pixabay.com

Wie die Studie zeigt, stagniert der Preisaufschlag für reine batteriebetriebene Elektrofahrzeuge in Deutschland quasi seit drei Jahren. Waren reine Stromer bis 2010 noch mehr als doppelt so teuer wie vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, fiel der durchschnittliche Preisaufschlag aller jährlich zugelassenen Stromer bis 2014 auf etwa 45 Prozent. Doch seitdem setzte sich dieser Trend nicht in der gleichen Geschwindigkeit fort: So mussten 2016 Käufer von Elektroautos in Deutschland durchschnittlich immer noch über 40 Prozent mehr bezahlen als für einen vergleichbaren Verbrenner. „Selbst, wenn man die Kaufprämie der Bundesregierung mit einrechnet, lag der Aufschlag noch immer bei ca. 25 Prozent“, stellt Studienleiter Oliver Greiner fest. „Daher ist festzuhalten, dass die rasant fallenden Batteriepreise bisher nicht beim Kunden ankommen.“

2010 lagen die Batteriekosten bei rund 600 Euro pro Kilowattstunde (kWh), seitdem fällt der Wert von Jahr zu Jahr kontinuierlich. Die Berater haben errechnet, dass Automobilunternehmen 2016 im Schnitt 225 Euro pro kWh ausgeben musste - knapp 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Die fallenden Batteriekosten können nur dann zum Ausbau der Elektromobilität beitragen, wenn sie mittel- bis langfristig auch in Form von Preissenkungen an die Kunden weitergegeben werden, so das Unternehmen in einer Aussendung.

Um die Preisentwicklung bewerten zu können, ordnen die Horváth & Partners-Berater den aktuell verfügbaren Elektromodellen jährlich entsprechende Referenzfahrzeuge zu, die in Bezug auf Kriterien wie Motorisierung, Größe, Ausstattung und Markenstärke vergleichbar sind. Auf dieser Grundlage vergleichen sie die jeweiligen aktuellen Preislisten der Hersteller. 

Übersicht „Fakten-Check Mobilität 3.0“

Webseite Horváth & Partners

Kommentare  

#1 Puntigam 2017-07-17 13:13
Die Batterieherstel lkosten des Batteriesystems nicht nur der Zellen lag bereits Anfang 2016 unter 100$ (ja einhundert Dollar)bestägt von diversen Fachkonferenzen punkto Batteriespeicher!

Beweise dazu findet man dazu sogar als Endkunde z.B. 41kWh ZOE-Batteriekau f mit 6250€ Aufpreis = 150€/kWh

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