Entscheidung - 23.02.3017
Da die Luft in der deutschen Stadt zu stark mit Schadstoffen belastet ist, hat die Landesregierung ab dem Jahr 2018 Fahrverbote bei Feinstaubalarm beschlossen.

Besonders belastete Straßen in Stuttgart werden bei Feinstaubalarm ab 2018 für viele Dieselfahrzeuge gesperrt sein. Foto: pixabay.com

Betroffen von dem Verbot sind Fahrzeuge, die nicht die strengste Abgasnorm Euro 6 erfüllen - vor allem ältere Dieselfahrzeuge. Das Verbot solle an jenen Tagen angeordnet werden, an denen die Stadt Feinstaubalarm auslöst: In diesem Jahr sei das bereits an 30 Tagen der Fall gewesen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine“ online. Im vergangenen Jahr wurde der Grenzwert an insgesamt 63 Tagen überschritten. Neben dem Feinstaub sei aber auch die Belastung durch Stickstoffdioxid ein Problem, heißt es weiter.

Allein in Stuttgart seien nach Angaben der Stadt 107.000 Dieselfahrzeuge zugelassen, 73.000 davon erfüllen laut Online-Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ nicht die Abgasnorm. „Das Land rechnet zwar damit, dass es für 20 Prozent der betroffenen Fahrzeuge Ausnahmeregelungen geben wird. Es geht aber zudem noch um viele Autos, die Stuttgart als Ziel haben.“

Das Verbot gehe aus einem Maßnahmenkalatog zur Verbesserung der Luftqualität in Stuttgart hervor, so die „Frankfurter Allgemeine“. Appelle an die Bevölkerung, freiwillig auf ihr Auto zu verzichten und Maßnahmen wie etwa preisreduzierten Fahrkarten in öffentlichen Verkehrsmitteln hatten in der Vergangenheit keine Wirkung gezeigt. „Hier wird nichts verboten. Hier wird gesteuert und gelenkt“, wird Ministerpräsident Winfried Kretschmann von der „Frankfurter Allgemeine“ zitiert.

Bericht „Frankfurter Allgemeine“

Bericht „Süddeutsche Zeitung“

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