Verkehr - 14.02.2017
Das Münchner Start-up „Lilium Aviation“ hat einen E-Jet entwickelt, der senkrecht startet und landet und dabei angeblich weniger Energie verbraucht als ein Elektroauto.

Partner und Sponsoren unterstützen die Idee, zuletzt die Investmentgesellschaft Atomico des Skype-Mitbegründers Niklas Zennström, die zehn Millionen Euro zuschießt. Foto: Lilium GmbH

Vier Ingenieure der TU München stecken hinter der Idee: „Es wird eine Welt geben, in der jeder zu jeder Zeit überall hinfliegen kann“, wird ihre Vision im „ThinkE“-Blog zitiert. Das weiße Ultraleichtflugzeug, an dessen Prototyp derzeit gearbeitet wird, werde von 36 kleinen Elektrotriebwerken an den Flügelklappen und den schwenkbaren Tragflächen angetrieben, heißt es weiter. Diese beschleunigten den Lilium-Jet auf 250 bis 300 Kilometer pro Stunde.

Nach 300 Kilometern müsse der E-Jet dann zum Laden an die Steckdose: „Nach Einschätzung der Entwickler verbraucht der Jet damit für eine bestimmte Strecke nur halb so viel Energie wie ein Elektroauto der heutigen Generation“, schreibt die „WirtschaftsWoche Green Economy“. Im Gegensatz zu herkömmlichen Helikoptern sei der Zwei-Personen-Jet bei Start und Landung außerdem gerade einmal so laut wie ein Motorrad.

Der Flieger solle so leicht zu bedienen sein wie ein Elektroauto und laut „ThinkE“ besonders sicher sein: Egal, welches Bauteil während eines Fluges ausfällt, der Mini-Jet solle noch automatisch senkrecht landen können. Geplant sei gemäß „WirtschaftsWoche Green Economy“ weiters, dass der Jet problemlos in ein Auto verwandelt werden könne - wie genau das gehen soll, sei aber geheim. Der Lilium-Jet solle jedenfalls „eine Antwort auf Staus, Abgase und lange Parkplatzsuchen sein.“

Bericht „WirtschaftsWoche Green Economy“

Bericht „ThinkE“

Webseite Lilium Aviation

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